Morbus Reiter

Der Morbus Reiter gehört zu jenen arthritischen Leiden, welche die moderne Rheumatologie als reaktive Arthritiden bezeichnet. Es sind Gelenksentzündungen, welche infolge einer Infektion mit gramnegativen Erregern auftreten. Dies sind z.B. Darminfektionen mit Yersinien, Campylobacter, Shigellen, Salmonellen und Clostridien, sowie Harnwegsinfekte mit ZB. Chlamydien und anderen Erregern. Es besteht eine genetische Disposition. Bei den Betroffenen ist meist der immungenetische Marker HLA-B27 positiv.

Symptome:
Es kommt nach einer Darm- oder Harnwegsinfektion zu einer akuten fieberhaften Gelenksymptomatik, meist etwa 1-3 Wochen nach der Erkrankung. Bevorzugt sind 1- bis mehrere Gelenke der unteren Extremitäten. Es kommt zu Fersenschmerzen, Lumbalgien und Thoraxschmerzen. Meist entwickelt sich sodann das typische Reitersyndrom, bestehend aus: Harnwegsinfekt, Bindehautentzündung (Augen) und Arthritis.

Labor:
Die BSG ist erhöht, HLA-B27 positiv (60-90%), Rheumafaktoren negativ

Verlauf:
Der Verlauf ist meist günstig, eine spontane Heilung ist möglich. Es kann in selteneren Fällen eine Chronifizierung eintreten, die dann in einen Morbus Bechterew übergehen kann.

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